Auf einen Blick
- CNI ist eine fortschreitende Erkrankung, mit der Hunde gut leben können
- Wichtigste Stellschrauben: Phosphor reduzieren, hochwertiges Eiweiß in angepasster Menge, viel Flüssigkeit
- Symptome: vermehrtes Trinken, Appetitverlust, Müdigkeit, Gewichtsverlust
- Nassfutter ist Trockenfutter klar überlegen – mehr Flüssigkeit
- Tierärztliche Begleitung ist Pflicht – regelmäßige Blut- und Urinkontrollen
Was passiert bei einer Nierenerkrankung?
Die Nieren filtern Stoffwechselprodukte aus dem Blut, regulieren den Wasserhaushalt, Mineralstoffe und den Säure-Basen-Haushalt. Bei CNI nimmt diese Filterleistung schrittweise ab. Erste Symptome treten erst auf, wenn bereits ein großer Teil der Nierenfunktion verloren ist – deshalb ist die Diagnose oft ein Schock.
Die International Renal Interest Society (IRIS) teilt CNI in vier Stadien ein, abhängig vom Kreatinin- und SDMA-Wert. Je früher die Diagnose, desto besser die Begleitung.

Symptome erkennen
| Symptom | Hintergrund |
|---|---|
| Vermehrtes Trinken (PU/PD) | Niere kann Urin nicht mehr ausreichend konzentrieren |
| Häufigeres Wasserlassen | Erhöhtes Urinvolumen, manchmal Inkontinenz |
| Appetitverlust | Übelkeit durch Harnstoffanstieg, veränderter Geschmack |
| Gewichtsverlust | Aus Kombination von Appetitlosigkeit und Muskelabbau |
| Ammoniakgeruch aus dem Maul | Urämischer Atem – typisch im fortgeschrittenen Stadium |
| Erbrechen | Kommt im mittleren bis späten Stadium dazu |
| Stumpfes Fell, Hautprobleme | Nährstoffversorgung und Hautmilieu werden mit beeinträchtigt |
Ernährung bei CNI – die wichtigsten Stellschrauben
1. Phosphor reduzieren
Erhöhter Phosphorspiegel ist ein wichtiger Faktor für das Fortschreiten der Erkrankung. Phosphor steckt vor allem in Knochen, Innereien und vielen Trockenfuttersorten. Bei CNI sollte Phosphor bewusst niedrig gehalten werden. Spezielle Nierenfutter haben deutlich reduzierten Phosphorgehalt.
2. Hochwertiges, gut verdauliches Eiweiß
Lange galt das Dogma „weniger Eiweiß“. Heute differenzierter: Es geht weniger um die Menge als um die Qualität. Hochwertige tierische Proteine produzieren weniger Abbauprodukte, die die Niere belasten. Sortenrein gegartes Fleisch wie in Complete Pute ist gut verdaulich. Eine ernährungsmedizinische Beratung ist bei CNI dringend empfohlen.
3. Viel Flüssigkeit
Hier ist Nassfutter Trockenfutter deutlich überlegen. Hunde nehmen über dampfgegartes Nassfutter wie FAVLY Complete ca. 70–80 % Flüssigkeit auf. Ergänzt mit salzfreier Brühe über dem Futter kann das nochmal deutlich gesteigert werden. Frisches Wasser immer und überall verfügbar halten.
4. Omega-3-Fettsäuren
Lenox (2016) beschreibt das positive Wirkprofil von Omega-3 (EPA, DHA) bei chronischen Erkrankungen – auch bei CNI. Lachsöl ist eine bewährte Quelle.
5. Verdauung sanft begleiten
CNI-Hunde haben häufig Magen-Darm-Probleme. FloraVITAL Pulver kann die Darmflora begleiten. Bei akuten Verdauungsproblemen lohnt sich auch GASTRO Pulver.

6. UROCARE Pulver – unsere Niere/Blase-Begleitung
UROCARE Pulver kombiniert Kräuter, die in der Pflanzenheilkunde traditionell zur Begleitung von Nieren und Harnwegen verwendet werden. Es ersetzt keine medizinische Therapie, sondern ist eine ergänzende, sanfte Begleitung.
Was den Hund im Alltag entlastet
- Ruhe und Routine – keine Überanstrengung in fortgeschrittenen Stadien
- Weiche, warme Liegeplätze – oft sind Senioren mit CNI gleichzeitig arthrotisch
- Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als zwei große
- Stress vermeiden – belastet das Gesamtsystem zusätzlich
- Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt (Blut, Urin, Blutdruck)
Wann zum Tierarzt?
- Plötzlich starker Gewichtsverlust auftritt
- Dein Hund nichts mehr frisst und trinkt
- Er erbricht und apathisch wird
- Schaum im Maul, Anzeichen einer Urämie-Krise (Atemnot, Verwirrung)
- Du eine plötzliche Verschlechterung wahrnimmst
Häufige Fragen
Ist CNI heilbar?
Nein, aber sehr gut begleitbar. Mit konsequenter Ernährung, Medikamenten und Kontrollen können Hunde mit CNI noch jahrelang lebenswert leben. Je früher die Diagnose, desto besser.
Welches Futter ist am besten?
Spezielle Renal-Diätnahrung (oft als verschreibungspflichtige Diätnahrung beim Tierarzt erhältlich) ist im fortgeschrittenen Stadium die Standardempfehlung. Im frühen Stadium oder bei guter Verträglichkeit kann auch sortenreines, hochwertiges Nassfutter mit ernährungsmedizinischer Begleitung sinnvoll sein.
Darf mein CNI-Hund noch Leckerlis bekommen?
Ja – aber phosphorarm. Geeignet sind kleine Mengen sortenreines Fleisch (gekocht), Karotten, Apfel, Gurke. Knochen, Innereien und Käse sind dagegen ungünstig.
Wie wichtig ist Trinken?
Extrem wichtig. CNI-Hunde verlieren über den Urin mehr Flüssigkeit als gesunde Hunde. Frisches Wasser in mehreren Näpfen, Nassfutter, Brühen – alles hilft.
Welche Untersuchungen sind sinnvoll?
Standard sind: Blutbild mit Nierenwerten (Kreatinin, Harnstoff, SDMA), Urinanalyse mit Urin-Protein-Kreatinin-Verhältnis, Blutdruckmessung. Diese Werte begleiten die Therapieanpassung.
Niere und Blase sanft begleiten
UROCARE Pulver mit Kräutern aus der traditionellen Pflanzenheilkunde.
Zu UROCARE
Quellen
International Renal Interest Society (IRIS): IRIS Staging of CKD in dogs and cats.
WSAVA Global Nutrition Committee (2011): Nutritional Assessment Guidelines.












